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Elterngeld - Nachzahlungen


Relevant für die Höhe des Elterngeldes ist das Einkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt bzw. vor Beginn des Mutterschutzes. Fraglich ist jedoch oft, inwieweit Nachzahlungen beim Elterngeld Berücksichtigung finden.

Mit dieser Fragestellung hat sich nun auch das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen beschäftigt und festgelegt, dass Gehalt, das in den 12 Monaten vor der Geburt eines Kindes nachgezahlt wird, das Elterngeld auch dann erhöht, wenn es sich um eine Nachzahlung aus dem vorangegangenen Kalenderjahr handelt. Dies entschieden die Richter nach einer Klage einer Lehrerin aus Köln. Diese hatte rund drei Monate vor der Geburt ihres Kindes eine Nachzahlung erhalten, die Folge einer Gehaltserhöhung aus dem Jahr zuvor war.

Fließt demnach die Nachzahlung vor der Geburt des Kindes zu, so wird sie bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt

Anders sieht es dagegen bei der Nachzahlungen bzw. Steuergutschriften nach der Geburt des Kindes aus. Hier urteilten die Richter, dass diese nicht bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt werden. Begründung: Der Gesetzgeber hat eindeutig festgelegt, dass nur das Einkommen berücksichtigt wird, dass den Eltern in den 12 Monaten vor der Geburt des Kindes zugeflossen ist.