Schwanger? Elterngeldrechner.de








Elterngeld schrumpft


Deutschland schrumpft, der Deutsche wächst. In die Höhe sowieso und manche in die Breite. Wir werden immer weniger, doch das Gesamtgewicht bleibt gleich. Nur das Gleichgewicht zwischen Alt und Jung gerät aus den Fugen. Deshalb hat Frau von der Leyen das Elterngeld erfunden. Damit die deutschen Frauen wieder mehr Kinder kriegen: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben.
Und nun hat der FOCUS herausgefunden, dass das Elterngeld niedriger ausfällt als so mancher bisher gedacht hat. Eine späte Erkenntnis, denn hier und an manch anderer Stelle konnte man das schon längst nachlesen. Das Mutterschaftsgeld wird mit dem Elterngeld verrechnet oder umgekehrt. Praktisch bedeutet es, dass es in den meisten Fällen für die Mutter nach der Geburt des Kindes 2 Monate Mutterschaftsgeld gibt und dann noch 10 Monate Elterngeld. Das Elterngeld schrumpft also um zwei Zwölftel.
Und da wir gerade beim Schrumpfen sind. Kluge Köpfe haben ausgerechnet, dass das Elterngeld wegen des sogenannten Progressionsvorbehaltes durchschnittlich in Gedanken um zwölf Prozent zu kürzen ist, weil beim Lohnsteuerjahresausgleich entsprechend mehr an das Finanzamt abzuführen ist.
Beim Stichwort Finanzamt sollten Sie sich daran erinnern, dass Ihr Elterngeld nach Ihrem Netto-Einkommen berechnet wird. Vom Brutto sind also Sozialabgaben und Steuern abzuziehen. Doch das ist nicht alles: Die Werbekosten-Pauschale in Höhe von 76,67 Euro monatlich müssen Sie auch noch abziehen, ehe die Elterngeld-Berechnung beginnt.
Wenn Sie schon mit 67 Prozent gerechnet haben, haben Sie schön gerechnet, doch Ihr tatsächliches Elterngeld schöngerechnet.[cb]








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